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DRK Berlin Südwest gGmbH
Düppelstraße 36
12163 Berlin

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Catherine Müller-Wenk
Referentin der Geschäftsführung

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Betrieb einer Gemeinschaftsunterkunft - Zuschlag erhalten

16.03.2017, Steglitz-Zehlendorf – Die DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH hat den Zuschlag für den Betrieb einer Gemeinschaftsunterkunft in der Finckensteinallee 63 in Lichterfelde erhalten.

Die Wohncontaineranlage, die auch als Tempohome-Standort bezeichnet wird, bietet Platz für bis zu 280 Menschen. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) wählte über ein Interimsverfahren das Deutsche Rote Kreuz in Steglitz-Zehlendorf als vorrübergehenden Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft Finckensteinallee aus. Ende Mai soll der Standort fertig errichtet sein und die Belegung starten. Nach der Vertragsunterzeichnung nimmt die DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH dann für sechs bis neun Monate den Betrieb auf. Ein europaweites Ausschreibungsverfahren wird den Anschlussbetrieb regeln. Berlin sieht eine Nutzung des Standorts für einen Zeitraum von insgesamt 3 Jahren vor.

„Wir freuen uns, als im Bezirk erfahrener Betreiber die Integration der Geflüchteten weiter voranzubringen“, so Holger Höringklee, Geschäftsführer der DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH.

Die Personalsuche für die Gemeinschaftsunterkunft wird nun eine der vorrangigen Aufgaben des gemeinnützigen Unternehmens. „Wir stehen dabei vor der Herausforderung, die Unterkunft nur für kurze Zeit betreiben zu können, bevor der Betrieb erneut ausgeschrieben werden muss. Dadurch können wir den von uns betreuten Menschen keine langfristige Unterstützung zusichern und unserem Personal keine Bleibeperspektive bieten“, bedauert Herr Höringklee.

Der Charakter der Unterkunft bietet den Bewohnern mehr Freiraum: Anders als in notbelegten Unterkünften werden sie sich in der Finckensteinallee in kleinen Küchen selbst verpflegen können. Kindern steht je nach Alter ein Spiel- oder Hausaufgabenraum offen. Die Erwachsenen können in einem Aufenthaltsraum zu gemeinsamen Aktivitäten zusammenkommen.

Das Deutsche Rote Kreuz in Steglitz-Zehlendorf war bereits von 15.10.2015 bis 02.02.2017 Betreiber einer notbelegten Sporthalle in Steglitz (Lessingstraße) und bot in diesen 16 Monaten insgesamt 626 Flüchtlingen aus 27 Ländern Obdach. Auf das bereits bestehende große Unterstützernetzwerk wird das DRK nun aufbauen. Gern können sich auch neue Engagierte unter fsa@drk-berlin.net melden.

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Auszug aus der Notunterkunft in der Lessingstraße

03.02.2017, Steglitz-Zehlendorf – Am 2. Februar haben die letzten 47 Geflüchteten die notbelegte Sochos-Sporthalle in der Lessingstraße im Bezirk Steglitz-Zehlendorf verlassen. Die DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung gGmbH war 16 Monate lang Betreiber der Notunterkunft. Ein Großteil der Bewohner ist nun in eine „Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF)“ in Marzahn-Hellersdorf umgezogen.

Nachdem das Deutsche Rote Kreuz in Steglitz-Zehlendorf am 15.10.2015 vom Land Berlin beauftragt worden war, 200 Geflüchtete unterzubringen und zu betreuen, war die Sporthalle über Nacht zur Bleibe für zahlreiche Menschen geworden. Sie kamen vor allem aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan, den Balkanstaaten und einigen afrikanischen Ländern.

Berlin war auf das Ausmaß der Fluchtbewegung nicht vorbereitet und so war Improvisationsgeschick bei allen Beteiligten gefragt, bis sich nach und nach verlässlichere Strukturen und Abläufe etablierten. In den ersten Tagen haben die ehrenamtlich organisierten Bereitschaften des DRK Kreisverbandes Steglitz-Zehlendorf e.V. gemeinsam mit der DRK Berlin Südwest Soziale Arbeit, Beratung und Bildung (SABB) gGmbH nachhaltige Strukturen aufgebaut. Da zu Beginn die medizinische Versorgung der Bewohner eine drängende Aufgabe war, richteten Mitglieder der Bereitschaft Steglitz in kürzester Zeit einen Sanitätsraum ein. Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen engagierten sich bald in der Unterkunft und behandelten die Menschen kostenlos.

Seit ihrem Bestehen bis zu ihrer Auflösung bot die Sporthalle insgesamt 626 Flüchtlingen aus 27 Ländern Obdach. In den ersten neun Monaten waren die 200 Betten, die auf zwei Hallen verteilt waren, durchgehend ausgelastet. In den letzten Tagen lebten noch 47 Flüchtlinge, darunter zwei Familien, in der Unterkunft.

13 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK Berlin Südwest SABB gGmbH versorgten die Bewohner und boten Unterstützung bei ihrer Integration. Unterstützt wurden sie bis zuletzt von ehrenamtlichen DRK‘lern und Helfern aus der Bevölkerung. Hervorzuheben sind vor allem die Freiwilligen der in der Halle ansässigen Vereine, die Anwohner, die benachbarten Kirchengemeinden und Schulen sowie die Unterstützer des Willkommensbündnisses Steglitz-Zehlendorf. So konnte über 16 Monate hinweg ein weitestgehend reibungsloser Betrieb gewährleistet werden. Es entstanden darüber hinaus zahlreiche Netzwerke und Patenschaften, die ein Ankommen und den Beginn nachhaltiger Integration möglich machten.

Holger Höringklee, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Steglitz-Zehlendorf e.V., würdigt insbesondere das Engagement der Freiwilligen in diesem Projekt. Mit hauptamtlich organisierter Arbeit alleine wären die Erfolge nicht möglich gewesen. Die hohe Verbundenheit aller Mitarbeitenden, der Ehrenamtlichen und sogar ehemaliger Bewohnerinnen und Bewohner zeigte sich auch bei einem Abschiedsfest, zu welchem auf Initiative der Heimleitung viele Menschen vergangene Woche in die Lessingstraße kamen, um persönlich Abschied zu nehmen.

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